Liebe Patienten,

unsere Praxis ist geöffnet und wir halten alle nur erdenklichen Hygienemaßnahmen zu Ihrer und unserer Sicherheit ein. Wir beraten Sie per Telefon und Online Videosprechstunde.

Ab sofort können Sie bei uns einen Immuncheck machen und testen lassen, ob Sie Covid-19 bereits durchgemacht haben, Antikörper aufgebaut haben und bereits immun sind. Dieser Test weist 20 Tage nach Symptombeginn die Infektion sicher nach. (10) Er ist nicht zur Erstdiagnostik geeignet.
Abstriche zur Erstdiagnostik werden in den speziell eingerichteten Corona-Ambulanzen gemacht.

Wer jetzt noch raucht, dem ist zu raten damit aufzuhören, weil eine geschwächte Lunge anfälliger ist an Covid-19 zu erkranken. Lungen- und Herzkranke sollten auf eine gute medikamentöse Einstellung achten.

Für Risikopatienten und Immungeschwächte bieten wir unter höchsten Infektionsschutzbedingungen Infusionstherapien zur Immunstärkung an.


Solidarisch schützen wir unsere Mitmenschen vor Ansteckung und versuchen alle gemeinsam die Verbreitung des Virus soweit zu verlangsamen, damit unser Gesundheitssystem für die Schwerkranken Kapazitäten hat. Das ist zweifelsfrei notwendig und konsequent umzusetzen. Was in der öffentlichen Diskussion, allerdings bisher vernachlässigt wird, ist die vom Lebensstil abhängige Kompetenz des Immunsystems und die Möglichkeiten der Naturheilkundlichen Therapien das Immunsystem zu stärken.
Bisher dürfen wir davon ausgehen, dass immunkompetente Menschen gar nicht erst krank werden oder die Erkrankung nur leicht verläuft. Grund genug, unser Immunsystem wirkungsvoll zu stärken, damit es mit der neuen Herausforderung fertig wird. Unser Ziel ist es, Sie dabei bestmöglichst zu unterstützen.



Erreichbarkeit


Wir haben unsere Erreichbarkeit verbessert und bieten telefonische Rückruftermine an und auch eine Online-Videosprechstunde. Alles, was Sie dazu brauchen, ist ein Laptop mit Internetzugang und eine Mail-Adresse, die auf dem Laptop abrufbar ist.
Auch mit einem Smartphone können Sie die Videosprechstunde nutzen. Unsere Mitarbeiter rufen Sie 10 Minuten vor dem Termin an, um die Verbindung mit Ihnen einzurichten. .



Unsere wichtigsten immunstärkenden Tipps für Sie gegen das Corona-Virus



1. Richtig gute Ernährung

Eine vorbeugende Schutzmaßnahmen mit hoher Evidenz (gesicherter wissenschaftlicher Hintergrund) ist eine vitalstoffreiche Ernährung mit vielen sekundären Pflanzenwirkstoffen. Das sind die Wirkstoffe in den Beeren (Polyphenole), die Aromastoffe, Scharfstoffe, Bitterstoffe und Farbstoffe in Gemüsen und Gewürzen. Ausserdem die Mikronährstoffe, die in biologischem Obst und Gemüse, noch mehr in wildwachsende Heilkräutern, Sprossen und Keimen enthalten sind. Die Konzentration an immunstärkenden Vitaminen, Mineralien uns Spurenelementen ist um ein vielfaches höher in Wildkräutern als in angebautem Gemüse. Salate und Suppen werden damit schnell zum immunstärkenden Superfood (Einkaufsliste siehe Anhang). (1) Da unser Immunsystem aus ca. 1,5 kg Eiweiß besteht, ist auch eine ausreichende Eiweißzufuhr von mindestens 1,2 g bis 1,5 g Eiweiß pro Kg/KG wichtig.
Ketogene Ernährung oder die kleine Schwester, das Intervallfasten, fördern Autophagie Prozesse die in der Lage sind, Viren abzubauen und zu entsorgen – quasi so als wären sie Zellschrott. Dies konnte für MERS-Coronaviren nachgewiesen werden, die dem jetzigen neuen SARS-COV2-Virus sehr ähnlich sind. (2) Noch wirkungsvoller als Intervallfasten ist ketogene Ernährung für  1 bis 6 Wochen. (3)

2. Vitalstoffe

Evidenz basierte Studien und Metaanalysen liegen vor für Vitamin D, Zink, Eisen, Selen, Vitamin C und auch Omega3 Fettsäuren. (4)
Insbesondere Vitamin-D schützt vor überschießenden Immunreaktionen in den Atemwegen. Bei Schulkindern konnte eine um 64%ige Reduktion des Risikos an Influenza-Viren zu erkranken nachgewiesen werden. (5)
Eine große Metaanalyse von 2017 zeigt, dass Vitamin-D Supplemente akute Atemwegsinfektionen verhindern können. (6)  Das Robert Koch Institut (RKI) hat 2015 eine Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland durchgeführt (DEGS) und dabei herausgefunden, dass nur 11,8% der Bevölkerung in Deutschland normale Vitamin-D Werte aufzeigen (7). Eine Nahrungsergänzung mit 4000-5000 IE Vitamin-D täglich für Erwachsene (ca. 60 kg) ist daher im Winterhalbjahr dringend zu empfehlen. Gesicherte Daten liegen ebenfalls vor für Zink (60 mg täglich), Selen (110 ug täglich) und Vitamin-C (1-2 g täglich) um eine optimale Funktion des Immunsystems zu unterstützen.

Wir empfehlen die laborwertkontrollierte Einnahme von entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln und bieten dazu einen Labortest an.

3. Darmeigenes Immunsystem unterstützen

Probiotika haben eine immunmodulatorische Wirkung und stärken die systemische Immunabwehr über immunaktive Signalstoffe. Die gelangen über die sog. Darm-Lungen-Achse zu den Immunzellen des Lungengewebes und unterstützen die dortige Immunabwehr wie jüngste Forschungen zeigen. (8) Metaanalysen des YHEC und der Cochrane Coll. haben ergeben, dass Probiotika die Häufigkeit von Atemwegsinfekten auf ca. die Hälfte reduzieren und die Dauer der Erkrankung um ca. 2 Tage verkürzen können. (9) Ballaststoffe dienen dabei als Futter für die gesunden Darmbakterien und je mehr wir davon aufnehmen, desto artenreicher wird das Mikrobiom und umso stärker unser darmassoziiertes Immunsystem.

4. Wärmeanwendungen

Das Robert Koch Institut empfiehlt, Fieber nicht immer gleich zu senken und hat dazu triftige Gründe. Das körpereigene Regulationssystem produziert Fieber nicht umsonst, denn es ist eine der effektivsten körpereigenen Maßnahmen um krankmachende Viren und auch andere Keime zu bekämpfen. Wärmeanwendungen imitieren körpereigenes Fieber und insbesondere Schwitzkuren sind geeignet, die Virenlast zu reduzieren. Warme Fußbäder, Infrarotkabine, Sauna, Heißgetränke und Überwärmungsbäder, wie z.B. das „Schlenzbad“ (Anleitung siehe Anhang) sind geeignete Maßnahmen die Körpertemperatur etwas ansteigen zu lassen. Allerdings sollte das Schlenzbad nicht ohne Anleitung und Begleitung oder bei Kreislaufschwäche durchgeführt werden. Wichtig ist die anschließende Bettruhe in einem vorgewärmten Bett. Idealerweise trinkt man dazu einen heißen schweißtreibenden und abwehrsteigernden Tee, der aus 1 TL Gewürznelken, einer Zimtstange, 2 cm frisch und kleingeschnittener Ingwerwurzel, 1 TL Thymian und 1 TL Salbei mit  ½  L Wasser, für 10 Minuten geköchelt wird. Dazu gibt man noch etwas Zitrone und evtl. 1 TL Honig oder Erythrit. Von diesem Tee kann auch 3x täglich 1 Tasse getrunken werden.

5. Naturheilkundliche Unterstützung

Sowohl für Knoblauch als auch für den Roten Sonnenhut (Echinacea Purpurea) wurde eine gesicherte antivirale Wirkung nachgewiesen. (4) Auch für die Cistrose (Cistus Incanus) konnte eine Studie der Charité Berlin 2007 bei akuten Atemwegsinfekten eine signifikante Verbesserung der Beschwerden und eine Abnahme des Entzündungsmarkers (CRP) nachweisen.
Weitere Heilpflanzen mit gesicherter antiviraler Wirkung sind neben den bereits genannten Bärlauch, Süßholz, Rosmarin und Kurkuma. Auch Propolis, Taigawurzel (Eleutherococcus), Senföle und das im Grüntee enthaltene Epigallocatechin (EGCG) zeigen antivirale Wirkung.
Kinder mögen warmen Holundersaft mit Zitrone (50% Saft/50% Wasser).
Sorgen Sie außerdem für erholsamen Schlaf, ausreichend Entspannung und ca. 40 Min. täglich Bewegung in der Natur.



Wir hoffen sehr, mit diesen immunstärkenden Maßnahmen zu helfen, Ihren körpereigenen Corona-Schutz zu optimieren, damit Sie gesund bleiben oder möglichst rasch gesund werden und wir gemeinsam diese Krise solidarisch meistern.


Mit den besten Wünschen

Herzlichst Ihre/Ihr

Dr. med. Brigitte Karner, Dr. med. Wolfgang Karner und das gesamte Praxisteam


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Quellennachweise:
1)  Literaturtipp: S. Fleischhauer, A. Süßmuth, Wildwachsende Heilpflanzen einfach bestimmen, AT Verlag
2)  Gassen. N.C. Nature Comm. 10, 5770/2019
3)  Literaturtipp: Dr. Brigitte Karner, Ulrike Gonder,  Keto richtig gesund, ZS Verlag 2020
4)  Rose, Markus A., Dtsch. Ärzte BL 2017;114(9): (8);D0:10.3238/PersPneumo2017030302, Akute Atemweginfektionen: Welche Therapieformen nützen – welche nicht?
5)  Urashima, M et al: Am J Clin Nutrition 2010
6)  Martineau AR: BMJ 2017
7)  Rabenberg M et al, BMC Public Health 2015
8)  (CELL Micobiol. 2018, 20: el12966; Mucosal; Immunol. 2019, Jul;12(4):843-850)
9)  Cochrane Database Syst. REV. 2015; (2):CD006895;Br J Nutr. 2014; 112:41-54
10) (1) Long Q, Deng H, Hu J et al., „Antibody responses to SARS-CoV-2 in COVID-19 patients: the perspective application of serological tests in clinical practice“