Praxis Dr. Karner - Biologische Schilddrüsenherapie

Biologische Diabetes Therapie


Diabetes galt bislang als chronische Krankheit, die unweigerlich fortschreitet. Heute wissen wir: Diabetes holt man sich im Supermarkt Die Ernährung ist Ursache und zugleich Therapie. Mit einer keto-gesunden Ernährung lässt er sich nicht nur vermeiden, sondern auch erfolgreich behandeln. Die Chance einer Diabetesremission liegt bei über 80%, insbesondere wenn das Gewicht reduziert wird.

Hormonelle Veränderungen, wie z. B. in der Pubertät, Schwangerschaft oder in den Wechseljahren sowie bei Stress können daher Wechselwirkungen mit der Schilddrüsenfunktion erzeugen. Die Schilddrüse produziert aus Thyrosin und Jod das Schilddrüsenhormon T4. Dieses Hormon wird unter Verbrauch von Selen in T3 umgewandelt. Über den Blutkreislauf gelangen die Hormone an die Andockstellen der Zellen, womit die Hormonwirkung zur Entfaltung kommt. Somit bestimmen die Schilddrüsenhormone maßgeblich unsere Stoffwechselsituation, den Energieverbrauch, die Körpertemperatur, unser Nervenkostüm und die Muskelaktivität genauso wie die Aktivität von Herz-Kreislauf, Magen und Darm. Eine entscheidende Rolle spielt die Schilddrüse auch bei der Entwicklung von Kindern.


Weltweite Epidemie

Diabetes hat sich zur Volkskrankheit entwickelt: Allein seit 1980 hat sich die Zahl der Erkrankten weltweit vervierfacht. In Deutschland, wo die Häufigkeit vor 70 Jahren noch bei unter 1 % lag, sind heute knapp 10 % der Bevölkerung betroffen, also rund 7 Millionen Menschen. Jährlich kommen 500 000 Neuerkrankungen hinzu. Schätzungen zufolge kommen dazu noch rund viermal so viele Menschen, die am metabolischen Syndrom leiden, einer Vorstufe der Zuckerkrankheit (Prädiabetes). Das Syndrom geht mit bestimmten Fettstoffwechselstörungen (hohe Triglyzeride und niedriges HDL-Cholesterin), mit Bluthochdruck, einem vermehrten Bauchumfang und/oder ersten Störungen des Zuckerstoffwechsels (Insulinresistenz, erhöhter Blutzucker) einher. Oft finden sich auch schon chronische Entzündungen, erhöhte Harnsäurewerte und erste Schäden am Gefäßsystem.
Rund 95 % der Zuckerkranken leiden an einem Typ-2-Diabetes, einer Form die früher ausgesprochen selten war und erst im Alter auftrat. Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes, der zu den Autoimmunerkrankungen zählt und mit einem absoluten Insulinmangel einhergeht, haben Typ-2-Diabetiker und Prädiabetiker meist einen viel zu hohen Insulinspiegel. Allerdings reagieren deren Zellen nicht mehr ausreichend auf das Hormon (Insulinresistenz). Deswegen muss ihr Körper immer mehr Insulin ins Blut senden, was jedoch immer weniger bewirkt. Die Folge sind stetige Gewichtszunahmen und ein Voranschreiten des Diabetes. Damit steigt auch das Risiko für Herz-,Hirn-, Augen-, Nerven-, und Nierenschäden.


Zucker und Insulinwerte normalisieren

Bis heute wird Prädiabetikern und Typ-2-Diabetikern noch häufig eine „gesunde Mischkost“ mit wenig Fett empfohlen. Dabei soll die Hälfte des Energiebedarfs aus „gesunden“ Kohlenhydraten gedeckt werden. Doch auch Vollkornbrot und Obst treiben den Blutzucker nach oben. Und der ist bei Diabetikern ohnehin zu hoch. Um den Blutzucker wieder zu senken, benötigen Diabetiker und Prädiabetiker aufgrund ihrer Insulinresistenz bis zu zehnmal mehr Insulin als Gesunde. Das macht auf Dauer nicht nur die Gefäße kaputt, sondern erschöpft auch die Bauchspeicheldrüse, die mit der Insulinbildung irgendwann nicht mehr mitkommt. Dann wird zusätzliches Insulin verordnet und gespritzt, was den Teufelskreis weiter antreibt.


Noch vor 100 Jahren – das Insulin war noch nicht entdeckt – wurde Diabetes ganz anders behandelt: Zucker, Reis, Kartoffeln, Brot und andere Lebensmittel, die den Blutzucker erhöhen, waren streng verboten. Dafür durften die Patienten nach Belieben Fleisch, Butter und Kohl essen. Anders gesagt: Die traditionelle Behandlung von Diabetes bestand in einer ketogenen Ernährung. Wichtig: Bei Typ-1-Diabetes sind Insulingaben lebensrettend und notwendig! Aber auch Typ-2-Diabetiker dürfen ihre Medikamente nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ansetzen oder reduzieren! Mit einer keto-gesunden Ernährung kann es jedoch in vielen Fällen gelingen, den Zucker- und Insulinstoffwechsel bei Diabetes wieder so weit zu normalisieren, dass Medikamente abgesetzt werden können. Typ-1-Diabetiker können meist mit weniger Insulin auskommen. Jedoch gilt in beiden Fällen: nie auf eigene Faust, sondern mit ärztlicher Begleitung und unter regelmäßiger Messung der Laborwerte.



Umfassende Stoffwechselsanierung

Da es sich beim metabolischen Syndrom (Prädiabetes) und bei Typ-2-Diabetes um Störungen des Kohlenhydrat- und Insulinstoffwechsels handelt, liegt es nahe, alles zu tun, um die überhöhte Insulin- und Blutzuckerwerte zu reduzieren. Eine keto-gesunde Ernährung tut genau das: Indem sie die Kohlenhydrate drastisch reduziert, senkt sie Zucker- und Insulinwerte und erleichtert zugleich das Abspecken. Unterstützend wirkt dabei die ausreichende Zufuhr hochwertiger Eiweißquellen, gesunder Fette, Ballaststoffe und sekundärer Pflanzenstoffe. Damit bessert sich zugleich der Fettstoffwechsel, überhöhte Harnsäure- und Blutdruckwerte sinken, der Insulinspiegel und die Insulinresistenz nehmen ab, der Langzeitzucker verbessert sich. Der Körper kann wieder Fett verbrennen, die Leber wird entfettet und das besonders ungesunde innere Bauchfett schrumpft. Sekundäre Pflanzenstoffe mit blutzuckersenkender Wirkung (etwa aus Grüntee, Zitrusfrüchten oder Zimt) unterstützen die Behandlung genauso wie das durch die Ernährung verbesserte, vielfältig zusammengesetzte Mikrobiom im Darm.
Inzwischen haben mehrere Studien gezeigt, dass eine Remission (Rückbildung) der Typ-2-Diabetes möglich ist! So konnten in der amerikanischen VIRTA-Studie rund 60 % der Patienten mit einer ketogenen Ernährung (max. 30 g KH, mind. 3 Portionen Gemüse oder Salat täglich, ausreichend Eiweiß, restliche Kalorien aus gesunden Fetten) ihren Langzeitzucker normalisieren und ihre Medikamente absetzen oder stark reduzieren. Wir begleiten Sie dabei gerne.